Mädchensitzung

Hier haben die Frauen die Hosen an: die Mädchensitzung

Gute Laune, Partystimmung und Ausgelassenheit – bei mehreren hundert Frauen im Zuschauerbereich des Bürgersaals ist die Stimmung nicht mehr zu bremsen. Spätestens nach der ersten Hälfte der Programmpunkte tanzen die Mädels auf den Tischen. Die Männer haben an diesem Tag nichts zu sagen, müssen sie doch für den Nachschub an Getränken und Speisen für die feiernden Damen sorgen.

Bereits seit mehr als 11 Jahren reisen Närrinnen von nah und fern zur Ulmener Mädchensitzung an, die immer mit einem hochkarätigen Programm und karnevalistischen Spitzenkünstlern aufwartet.

Im vergangenen Jahr heizte bereits vor Beginn die Band Crossbeat dem Publikum ein. Der Grundstein für eine fröhliche Atmosphäre war gelegt.

Zum Auftakt präsentierten die Burgnarren einen echten Augen- und Ohrenschmaus: das erste Dreigestirn der „Stadt am Moar“. Prinz Marc, Bauer Sebastian und Jungfrau Sascha stellten sich mit einer gelungenen Gesangseinlage vor. Zu Ehren des Dreigestirns tanzten traditionsgemäß die Ulmener Burgfunken. Bei der Eifeler Karnevalsband „Die Schlafmützen“ war der Name ganz und gar nicht Programm. Spätestens jetzt war die Stimmung nicht mehr zu bremsen.

In dieses fantastische Ambiente wirbelten die Tänzerinnen der Schautanzgruppe Bugrammer Moselfeuer in orientalischen Kostümen mit einer großartigen Darbietung voller akrobatischer Höchstleistungen. Immer gern gesehen in Ulmen, verzauberte der Kölner Star Bruce Kapusta als der Clown mit seiner Trompete die Damen. Auch das Männerballett „Asseler Schneeflöckchen“ ist bereits seit vielen Jahren fester Bestandteil der Mädchensitzung. In ihrer Performance bestachen die Herren mit Athletik und Synchronität.

Nach der Pause zeigte die hauseigene Showtanzgruppe Stubbibären ihr Können. In einer Zeitreise geprägt von mitreißender Musik und spektakulären Hebefiguren, entführten sie das Publikum vom 19. Jahrhundert in das antike Ägypten und den modernen Kölner Karneval. Während dem Auftritt der kölschen Band LAX tanzten die Mädels auf den Bänken. Bei der Darbietung des Männerballetts
„Die Johannishöfer“ mit ihrer Zeitmaschine durften die Zusschauerinnen über fantastische Kulissen und Lichteffekte sowie atemberaubende Akrobatik staunen. Auch die „Mennijer Mädche“ in ihren wunderschönen leuchtenden Kostümen zeigten eine zauberhafte Choreografie.

Zum Abschluss erwartete die Mädels ein echtes Highlight. Die Antwort auf die Frage „Wie heißt die Mutter von Niki Lauda?“ kennt seit letztem Jahr wohl jedes Kind. Mit seinem Superhit „Mama Lauda“ brachte Mallorca-Sänger Almklausi den Saal zum Toben.

Die Begeisterung vor und auf der Bühne war erneut groß bei der 13. Ulmener Mädchensitzung. „2020 möchten wir wieder dabei sein!“, so viele Künstler und Besucherinnen.